• 09.02.2026
  • Grußworte

Grußwort von Nina Warken, Bundesgesundheitsministerin

In der Gesundheitswirtschaft arbeitet heute etwa jeder vierte Erwerbstätige in der Pflege. Die Branche ist eine Wachstumsbranche. Mit erweiterten Einsatzmöglichkeiten für Pflegepersonal will die Bundesregierung dem weiter steigenden Bedarf in der Versorgung gerecht werden.
Nina Warken, Bundesgesundheitsministerin

Nur, wenn wir jede helfende Hand klug einsetzen, wird Versorgung auch in Zukunft stabil funktionieren. Andererseits erhöhen wir dadurch die Attraktivität des Pflegeberufes. Denn der Pflegeberuf wird umso interessanter, je mehr Chancen damit verbunden sind. Deshalb werden wir Versorgung auf mehrere Schultern verteilen.

Die ersten beiden Pflegegesetze in dieser Legislaturperiode tragen diesen Leitgedanken bereits in sich: Erstens haben wir eine moderne, bundeseinheitliche und generalistische Ausbildung für die Pflegefachassistenz eingeführt. Zweitens geben wir Pflegefachpersonen bei ihrer Arbeit mehr Spielraum, beziehen ihre Kompetenzen stärker ein und entlasten sie von vermeidbaren bürokratischen Vorgaben. 

Als nächstes werden wir einen Gesetzentwurf für das Berufsbild der sogenannten „Advanced Practice Nurse“ vorbereiten. Es soll künftige Absolventinnen und Absolventen eines Masterstudiengangs befähigen, komplexe pflegerische Aufgaben in der Gesundheitsförderung und Prävention zu übernehmen, chronische Erkrankungen zu managen sowie bestimmte heilkundliche Aufgaben eigenverantwortlich auszuüben. Diese Qualifikation eröffnet anspruchsvolle Einsatzmöglichkeiten: zum Beispiel in einem künftigen Primärversorgungsystem, im neu aufgestellten Notfall- und Rettungsdienst, im Krankenhaus sowie in der stationären Langzeitpflege. 

Die ALTENPFLEGE 2026 ist ein zentraler Impulsgeber für diese und viele weitere Themen, mit denen Pflege zukunftsfähig gemacht wird. In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen guten Austausch in Essen!

Nina Warken