Von der Dienstplanung bis zur Pflegedokumentation hält Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend Einzug in den Alltag von Pflegeeinrichtungen. Führende Softwareanbieter integrieren KI-Module, um Abläufe zu automatisieren und das Personal zu entlasten. So unterstützen intelligente Algorithmen beispielsweise bei der Pflegeplanung, der Dienst- und Tourenplanung, der Wunddokumentation oder Ausfallmanagement. Auch bereits etablierte Technologien wie die sprachgesteuerte Pflegedokumentation erhalten so neue Impulse.
Erste Lösungen für KI-gestützte Anamnese (digitale Pflegeaufnahme) oder intelligente Suchfunktionen wurden auf Fachmessen vorgestellt und stießen auf großes Interesse.
Diese smarten Assistenten helfen, Dokumentationsaufwand und Bürokratie zu reduzieren, sodass Pflegekräfte mehr Zeit für die direkte Arbeit am Menschen gewinnen – ein zentrales Ziel bei allen Digitalisierungsinitiativen. Dabei wird der anfängliche KI-Hype zunehmend realistisch eingeschätzt: Viele Anbieter und Einrichtungen loten nun praxisnahe Anwendungsfälle aus, um tatsächlichen Mehrwert zu schaffen, anstatt auf bloße Schlagworte zu setzen. über 100 Ausstellende präsentieren auf der ALTENPFLEGE 2026 ihre IT-Lösungen in der Halle 6 „IT & Management“.
Vernetzte Pflege dank Telematik
Ein Megatrend ist die stärkere Vernetzung der Pflege mit dem Gesundheitswesen. Telematikinfrastruktur (TI) lautet hier das Stichwort: Seit dem 1. Juli 2025 sind ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen gesetzlich an die TI anzubinden. Über dieses gesicherte digitale Gesundheitsnetz können Pflegedienste sicher mit Ärzten, Apotheken und Krankenhäusern kommunizieren. In der Praxis bedeutet das unter anderem Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA), den digitalen Medikationsplan und künftig auch elektronische Verordnungen und Abrechnungen. Die neuen Möglichkeiten der Vernetzung erleichtern das Überleitungsmanagement...
