Drei intensive Tage, zentrale Zukunftsfragen und ein hoher fachlicher Austausch: Die ALTENPFLEGE 2026 hat sich erneut als führender Treffpunkt der Pflegebranche im deutschsprachigen Raum bestätigt. Vom 21. bis 23. April 2026 brachte die Leitmesse in Essen unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken 18.000 Fachbesuchende sowie 500 Ausstellende aus 16 Ländern auf über 14.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche zusammen – mit einem klaren Fokus auf Orientierung, Praxisnähe und Zukunftsfähigkeit.
Im Mittelpunkt standen die großen Themen der Branche: Fachkräftemangel, Qualitätssicherung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie der gezielte Einsatz von Digitalisierung, Robotik und Künstlicher Intelligenz. Messe, Kongress und Live-Formate boten Raum für Diskussion, Vernetzung und konkrete Lösungsansätze – praxisnah und mit Blick auf die Realität in den Einrichtungen.
Klare Struktur für zentrale Themen der Pflege
Die thematische Breite der ALTENPFLEGE 2026 spiegelte sich auch in der klaren Struktur der Messehallen wider. In Halle 5 standen Verpflegung & Hauswirtschaft, Raum & Technik sowie das Forum Verpflegung, Hauswirtschaft & Wohnen und die Gemeinschaftsfläche „Robotik & KI“ in Kooperation mit VDMA HealthTech im Fokus. Halle 6 bündelte Angebote rund um IT & Management, die Sonderschau AVENEO sowie das Forum Digital & Innovativ. In Halle 7 präsentierten Aussteller Lösungen aus den Bereichen Pflege & Therapie. Halle 8 widmete sich den Themen Beruf & Bildung & Beratung, Personal sowie dem Forum Pflege Perspektiven, das insbesondere Pflegefachpersonen adressierte.
Austausch, Bühne und Impulse auf der ALTENPFLEGE ARENA
Ein zentraler Treffpunkt der Messe war die ALTENPFLEGE ARENA. Mit Talks, Diskussionsrunden und Live-Formaten griff sie aktuelle Fragestellungen der Pflege auf und machte sie für ein breites Fachpublikum erlebbar. Themen wie Nachwuchsgewinnung, Gewaltprävention, Demenz und Selbstfürsorge in der Pflege standen ebenso auf der Agenda wie gesellschaftliche und kulturelle Impulse. Die hohe Resonanz zeigte den Bedarf an offenen Formaten, die Orientierung geben, Perspektiven eröffnen und den Dialog innerhalb der Branche fördern.
Innovationen, Engagement und Auszeichnungen im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Sonderschau AVENEO. Hier präsentierten rund 50 Start-ups und junge Unternehmen zukunftsweisende Lösungen für den Pflegealltag – von neuen Konzepten über digitale Anwendungen bis hin zu smarten Technologien. Im Rahmen der AVENEO Newcomer Challenge zeichnete eine Fachjury herausragende Entwicklungen in mehreren Kategorien aus. In der Kategorie Concept & Strategy wurde #DubistPflege ausgezeichnet, im Bereich Communication & Documentation überzeugte die Zenkopa GmbH. Der Preis in der Kategorie Smart Solutions & Smart Technology ging an rectify. In der Kategorie Living & Care würdigte die Jury gleich zwei Beiträge: die dversa GmbH mit kwer – dem universellen Tellerset sowie die Tischlerei Artefact e.K. für ihr barrierefreies Hochbeet Frida. Darüber hinaus erhielt die Tischlerei Artefact e.K. den Publikumspreis der Newcomer Challenge.
Die ALTENPFLEGE 2026 bot zudem erneut eine Plattform für besonderes Engagement und wegweisende Initiativen in der Pflege. Der Korian Stiftungsaward für Vielfalt und Respekt in der Pflege 2026 ging an Rollstuhl Erlebnisreisen GIAMBO gUG aus Hamburg. Ebenfalls vergeben wurde der Care4 a better Life² Award, eine gemeinsame Initiative der ALTENPFLEGE Messe und der Edgar und Nina Kummerfeldt Stiftung. Ausgezeichnet wurden die Projekte Initiative Pflegehof und Urlaub & Pflege e. V. sowie die internationalen Projekte Maison Familiale Rurale du Clunisois aus Frankreich und Never Alone – Niciodată Singur aus Rumänien.
Fachliche Einordnung im Messekongress
Ergänzt wurde die Messe durch den zweitägigen ALTENPFLEGE Messekongress von Vincentz Network, der zentrale Weichenstellungen für die Seniorenpflege aufgriff. In Keynotes, Panels und Fachsessions diskutierten Fachleute aus Praxis, Wissenschaft, Verbänden und Politik unter anderem Personalbemessung, Führung, wirtschaftliche Steuerung sowie die Transformation pflegerischer Versorgungsstrukturen.
Weichenstellung für die Weiterentwicklung der Leitmesse
Mit der ALTENPFLEGE 2026 wurde zugleich die Weiterentwicklung der Leitmesse sichtbar: Die kommende Transformation zur care:xpo markiert einen strategischen Schritt, um der zunehmenden Vernetzung von Pflegebereichen Rechnung zu tragen. Künftig wird die Messe noch stärker entlang der gesamten Nursing Journey ausgerichtet sein – von der Langzeitpflege über angrenzende Versorgungsformen bis hin zu innovativen Pflegesettings.
Dabei bleibt die langzeitambulante Pflege weiterhin die inhaltliche Basis und das Herz der Leitmesse. Die bewährten Schwerpunkte der ALTENPFLEGE bestehen unverändert fort und werden konsequent weiterentwickelt. Zugleich wird das Angebot spürbar erweitert: Insgesamt rückt Pflege in all ihren Facetten noch stärker in den Mittelpunkt – von Pflege & Therapie über Personal, Bildung und Beratung bis hin zu Digitalisierung, Management, Verpflegung, Hauswirtschaft sowie Raum- und Techniklösungen. „Die Resonanz der diesjährigen Veranstaltung bestätigt unseren Kurs“, sagt Beate Fischer, Veranstaltungsleiterin der ALTENPFLEGE bei der NürnbergMesse. „Die Pflegebranche braucht Sichtbarkeit und eine starke Plattform für den gemeinsamen Dialog. Genau diesen Anspruch werden wir mit der care:xpo konsequent weiterentwickeln.“
Ausblick auf die nächste Ausgabe der Leitmesse
Die nächste Ausgabe der Leitmesse findet vom 20. bis 22. April 2027 in Nürnberg unter neuem Namen als care:xpo statt. Bis dahin bleibt die ALTENPFLEGE 2026 als kraftvoller Impulsgeber und zentraler Treffpunkt einer Branche in Erinnerung, die sich im Wandel befindet – und ihre Zukunft aktiv gestaltet.


